Unsere Schadenstatistik
546.078 Euro Entschädigung stehen in der ausgewerteten Schadenliste unserer Agentur für Tieroperationen. 142 Schadenakten enthalten eine Zahlung. Der höchste Betrag je Schadenakte im ausgewerteten Auszug liegt bei 33.357 Euro. Die Leistungen zahlt der Versicherer; wir begleiten unsere Kunden bei den Versicherungsfragen.
Hinter diesen Zahlen stehen Behandlungen und die Frage, wer ihre Kosten trägt. Die Liste umfasst Schadendaten aus 2024, 2025 und dem bisherigen Jahr 2026. Sie betrifft nach unserer Zuordnung überwiegend Pferde und auch zwei bis drei Hunde. Die Tierarten lassen sich im Export nicht getrennt auswerten.
Was in der Schadenliste steht
Für diese Auswertung haben wir nur Versicherungsfälle zu Tieroperationen gezählt. Fälle aus der Tierkrankenversicherung, Haftpflicht und anderen Versicherungen gehören nicht dazu.
| Kennzahl | Ergebnis |
|---|---|
| Ausgewiesene Entschädigungen | 546.078 € |
| Schadenakten mit Entschädigung | 142 |
| Durchschnitt je Akte mit Entschädigung | 3.846 € |
| Mittlerer Betrag (Median) der Akten mit Entschädigung | 1.679 € |
| Höchste Entschädigung je Akte im ausgewerteten Auszug | 33.357 € |
| Alle erfassten Schadenakten, einschließlich stornierter Vorgänge | 233 |
| Davon storniert | 25 |
| Offene Restreserven, zusätzlich zu den Entschädigungen | 21.036 € |
14 Schadenakten mit mehr als 10.000 Euro Entschädigung
In 14 Schadenakten liegt die Entschädigung über 10.000 Euro. Zusammen sind das 263.764 Euro, also rund 48 Prozent der gesamten ausgewiesenen Entschädigungen.
Diese hohen Beträge ziehen den Durchschnitt nach oben. Er beträgt gerundet 3.846 Euro je Akte mit Zahlung. Der Median liegt bei 1.679 Euro: Die Hälfte dieser Akten hat einen niedrigeren, die andere Hälfte einen höheren Betrag.
Das zeigt, wie unterschiedlich die finanzielle Belastung ausfallen kann. Überlegen Sie deshalb auch, wie Sie eine hohe Rechnung bezahlen würden. Welchen Betrag könnten Sie kurzfristig selbst tragen? Und welche Grenzen hätte Ihr Versicherungsschutz bei einer solchen Rechnung?
So verteilen sich die Beträge nach Schadenjahr
Wir ordnen jeden Fall nach dem Datum des Schadens einem Jahr zu. Die Beträge zeigen, welche Entschädigung heute zu diesen Fällen in der Liste steht. Sie zeigen nicht, in welchem Kalenderjahr die Versicherung das Geld überwiesen hat.
2026 ist unvollständig. Das jüngste Schadendatum im Tieroperations-Auszug ist der 17. September 2026. In der Liste steht nicht, wann die Versicherung die einzelnen Beträge überwiesen hat.
Der Durchschnitt je Akte mit Entschädigung beträgt 2024: gerundet 2.213 Euro, 2025: gerundet 3.797 Euro, 2026: gerundet 4.035 Euro. Das beschreibt nur die Fälle in dieser Liste. Es belegt nicht, dass Operationen allgemein teurer geworden sind.
| Schadenjahr | Akten gesamt | Mit Zahlung | Entschädigungen |
|---|---|---|---|
| 2024 | 14 | 6 | 13.275 € |
| 2025 | 108 | 67 | 254.411 € |
| 2026 (Teiljahr) | 111 | 69 | 278.392 € |
Was die Entwicklung über unseren Bestand aussagt
Die erfassten Schadenakten steigen von 14 im Schadenjahr 2024 auf 108 im Jahr 2025. Für 2026 enthält der Auszug bereits 111 Akten. Aus diesen Zahlen lässt sich aber nicht berechnen, ob ein einzelnes versichertes Tier häufiger einen Schaden hatte.
Dafür brauchen wir die Zahl der versicherten Tiere und ihre jeweilige Versicherungsdauer in jedem Jahr. Diese Angaben fehlen in der Schadenliste. Die heutige Zahl der versicherten Tiere reicht dafür nicht. Wir brauchen die Angaben für jedes der drei Jahre.
Wie viel Prozent der Beiträge für Schäden ausgegeben wurden, können wir ebenfalls nicht berechnen. Dafür fehlen die Beitragseinnahmen. Die Liste belegt die enthaltenen Fallzahlen und Beträge.
Wie wir gezählt haben
Die 233 Einträge haben unterschiedliche Schadennummern. Davon sind 204 geschlossen, vier in Bearbeitung und 25 storniert. Eine Schadenakte kann mehr als eine Operation betreffen.
142 Akten enthalten eine positive Entschädigung, darunter eine noch offene Akte mit einer Teilzahlung. Bei 91 Akten steht derzeit null Euro, einschließlich der 25 stornierten Vorgänge. Warum ein Nullbetrag vorliegt, geht aus der Liste nicht hervor. Daraus lässt sich nicht berechnen, wie oft die Versicherung eine Zahlung abgelehnt hat.
Für offene Fälle sind zusätzlich 21.036 Euro vorgemerkt. Diesen Betrag nennt man Restreserve. Er ist noch nicht ausgezahlt. Entschädigungen und Reserven ergeben zusammen 567.114 Euro ausgewiesenen Gesamtaufwand.
Für den Durchschnitt der Akten mit Zahlung teilen wir 546.078 Euro durch 142. Bezogen auf sämtliche 233 Akten einschließlich Nullbeträgen sind es gerundet 2.344 Euro. Beide Werte beschreiben Entschädigungen je Schadenakte, keine durchschnittlichen OP-Rechnungen.
Wir addieren die Eurobeträge aus den einzelnen Zeilen. Die Liste enthält weder Centwerte noch das Datum der Zahlungen. Die Auswertung zeigt die erfassten Fälle unserer Agentur. Daraus lassen sich keine allgemeinen Aussagen über den gesamten Versicherungsmarkt ableiten.
Meine Sicht
Über eine halbe Million Euro an Entschädigungen ist für mich ein sehr konkreter Beleg dafür, was Versicherung für Tierhalter leisten kann. Gerade die hohen Einzelbeträge zeigen, warum ich in der Beratung über Leistungsgrenzen und eigene Rücklagen spreche.
Unsere Aufgabe endet für mich nicht beim Abschluss. Wir helfen, Unterlagen zusammenzustellen, Rückfragen zu klären und die Verbindung zur Leistungsabteilung herzustellen. Die Entschädigung zahlt der Versicherer. Die Begleitung unserer Kunden ist unsere Arbeit.
Datenquelle und Veröffentlichung
Quelle ist die von Christian Müller bereitgestellte interne Schadenübersicht der Agentur, ausgewertet am 25. Oktober 2026. Die Originaldatei enthält Kundendaten und wird nicht veröffentlicht. Öffentlich zugänglich sind ausschließlich zusammengefasste Ergebnisse. Einzelrechnungen und Bankzahlungen wurden für diesen Artikel nicht unabhängig geprüft.
