Presse · Tiergesundheit und Vorsorge
Zahnschmerzen bei Katzen: Auch wer frisst, braucht gesunde Zähne
Katzen können trotz schmerzhafter Zahnerkrankungen weiterfressen. Wer Veränderungen beim Kauen früh anspricht, hilft der Tierarztpraxis bei der Abklärung. Für die Behandlungsplanung zählen auch Röntgenbefunde und der konkrete Versicherungsschutz.
Nürnberg, 1. November 2026 · Tier & Ich
Artikel als PDF herunterladenNürnberg. Die 2025 veröffentlichten Leitlinien der Feline Veterinary Medical Association zur Zahngesundheit von Katzen weisen auf ein leicht übersehenes Problem hin: Normaler Appetit bedeutet nicht automatisch ein gesundes Maul. Tier & Ich greift diese Empfehlung zum Anlass auf, auf kleine Veränderungen beim Fressen und die Planung einer Zahnbehandlung aufmerksam zu machen. [1]
Veränderungen beim Kauen ernst nehmen
Fällt Futter aus dem Maul, kaut die Katze einseitig oder hält sie den Kopf beim Fressen schief, sollte dies in der Tierarztpraxis angesprochen werden. Auch vermehrtes Speicheln, ungewöhnlicher Maulgeruch oder rotes und blutendes Zahnfleisch gehören zu den Zeichen, bei denen die Leitlinie eine tierärztliche Abklärung empfiehlt. Einzelne Beobachtungen erlauben noch keine sichere Diagnose. [1]
Für den Termin empfiehlt Tier & Ich, die Veränderungen und ihren Beginn kurz zu notieren. Ein ungestört aufgenommenes Video vom Fressen kann das Gespräch ergänzen. Bei deutlichen Schmerzen oder ausbleibender Futteraufnahme sollte die Praxis umgehend kontaktiert werden. Die Untersuchung entscheidet über die weitere Behandlung. [1]
Bei Zahnresorption wird Zahnsubstanz abgebaut
Eine mögliche Ursache ist die Zahnresorption, vielen Haltern unter der früheren Bezeichnung FORL bekannt. Dabei wird harte Zahnsubstanz abgebaut; betroffen sein können Wurzel und Krone. Die Cornell University beschreibt, dass Katzen mit solchen Veränderungen ihr Futter teilweise unzerkaut schlucken oder weicheres Futter bevorzugen. Manche fressen trotz der Erkrankung weiter. [2]
Welche Zähne betroffen sind und wie weit der Abbau reicht, lässt sich durch den Blick auf die sichtbaren Zahnkronen allein nicht zuverlässig feststellen. Cornell empfiehlt bei entsprechendem Verdacht Röntgenaufnahmen des gesamten Gebisses. Eine sichere Einordnung und die Entscheidung über die Versorgung gehören in tierärztliche Hände. [2]
Dentalröntgen ergänzt die Untersuchung
Die Leitlinien der American Animal Hospital Association beschreiben für eine vollständige Untersuchung die Beurteilung jedes Zahns, das Sondieren des Zahnfleischbereichs, die Prüfung auf Zahnlockerung und Röntgenaufnahmen. Dafür ist eine Narkose erforderlich. Dentalröntgen liefert Informationen über Bereiche, die bei der Untersuchung der wachen Katze verborgen bleiben. [3]
Das Behandlungsgespräch sollte deshalb klären, welche Untersuchungen geplant sind und wie die Praxis mit zusätzlichen Befunden während der Narkose umgeht. Die AAHA empfiehlt ausdrücklich, den individuellen Behandlungsplan anhand der erhobenen Befunde mit dem Halter zu besprechen. [3]
Befund, Kostenplan und Zahnschutz zusammen betrachten
Für Halter empfiehlt Tier & Ich, sich die geplanten Schritte getrennt erläutern zu lassen: Untersuchung, Narkose, Dentalröntgen, Behandlung einzelner Zähne und Nachkontrollen. So lässt sich gezielt fragen, welche Leistungen der Kostenplan umfasst und bei welchen Befunden weitere Maßnahmen nötig werden können.
Bei der Versicherung sollte die konkrete Zahnbehandlung geprüft werden. Hilfreiche Fragen sind: Welche diagnostischen Leistungen gehören dazu? Wie werden Zahnentfernungen und andere Zahnbehandlungen erfasst? Welche Grenzen und Selbstbeteiligungen sind vereinbart? Eine pauschale Antwort allein anhand der Bezeichnung OP- oder Krankenversicherung reicht für diese Prüfung nicht aus.
Petra und Christian Müller von der BarmeniaGothaer-Direktionsagentur in Nürnberg unterstützen Kunden dabei, Befund und Behandlungsplan mit ihrem Vertrag abzugleichen und Unterlagen für die Leistungsprüfung zusammenzustellen. Die medizinische Entscheidung trifft die behandelnde Praxis; über die Erstattung entscheidet der Versicherer.
Quellen
Tiergesundheit und Vorsorge · 1. November 2026
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Christian MüllerLeiter der BarmeniaGothaer-Direktionsagentur in Nürnberg
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Dipl.-Wirtschaftsjurist (FH) · LL.M. Versicherungsrecht · Bankkaufmann
Über Tier & Ich
Tier & Ich ist der Internetauftritt der BarmeniaGothaer-Direktionsagentur Christian Müller in Nürnberg. Petra und Christian Müller beraten zu Versicherungen für Pferde, Hunde, Katzen und ihre Halter. Christian Müller ist gebundener Exklusivvertreter der BarmeniaGothaer AG. Petra Müller ist Versicherungskauffrau und Angestellte der Barmenia Krankenversicherung AG.