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Presse · Rechenbeispiel

Versichert und trotzdem eine hohe Rechnung: Was bleibt selbst zu zahlen?

Eine Versicherung kann eine große Tierarztrechnung erheblich abfedern. Wie viel beim Halter bleibt, hängt unter anderem von der Selbstbeteiligung ab. Bei hohen Kosten macht es einen deutlichen Unterschied, ob der Eigenanteil fest, prozentual oder begrenzt ist.

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Angenommen, eine Rechnung enthält 10.000 Euro vollständig versicherte Kosten. Bei einer Selbstbeteiligung von 20 Prozent ohne Obergrenze bleiben 2.000 Euro beim Halter. Bei einer festen Selbstbeteiligung von 500 Euro wären es 500 Euro. Das sind Modellrechnungen, keine Aussagen über einen bestimmten Anbieter.

Drei Modelle, drei unterschiedliche Eigenanteile

Ein prozentualer Eigenanteil wächst mit der versicherten Rechnung. Eine feste Selbstbeteiligung bleibt im jeweiligen vertraglichen Bezugsrahmen gleich. Gibt es eine Obergrenze, kann sie den Eigenanteil begrenzen.

Im selben Modell mit 10.000 Euro versicherten Kosten ergäben 20 Prozent Selbstbeteiligung mit einer Obergrenze von 250 Euro einen Eigenanteil von 250 Euro. Das gilt hier nur unter der Annahme, dass die gesamte Rechnung einem einzigen Selbstbeteiligungsfall zugeordnet wird und keine weiteren Grenzen greifen.

Pro Rechnung, pro Fall oder pro Jahr?

Diese Frage ist mindestens so wichtig wie der genannte Betrag. Ein Vertrag kann die Selbstbeteiligung etwa je Versicherungsfall, je Jahr oder je Einreichungsvorgang anwenden. Mehrere Operationen oder getrennt eingereichte Rechnungen können deshalb unterschiedlich behandelt werden. Die konkrete Definition muss im Vertrag nachgelesen werden. [1]

Daneben können Kosten übrig bleiben, weil eine Leistung ausgeschlossen ist, ein Gebührenfaktor überschritten wird oder ein Höchstbetrag erreicht ist. Solche Lücken sind keine Selbstbeteiligung. Deshalb darf eine Angabe wie „höchstens 250 Euro Selbstbeteiligung“ nicht als Versprechen verstanden werden, dass der Halter insgesamt niemals mehr bezahlt.

Eine bezahlbare Selbstbeteiligung bewusst wählen

Ein Tarif mit höherem Eigenanteil kann einen niedrigeren Beitrag ermöglichen. Ob das sinnvoll ist, lässt sich mit zwei Zahlen prüfen: Wie hoch ist die tatsächliche Beitragsersparnis? Und welcher Betrag wäre nach einer größeren Behandlung aus eigenen Mitteln zu bezahlen?

Tier & Ich bespricht dafür konkrete Rechnungsbeispiele mit Interessenten. Ziel ist ein Vertrag, dessen Beitrag dauerhaft tragbar ist und dessen Eigenanteil im Ernstfall bezahlt werden kann. Wer die gesamte verfügbare Reserve bereits für die Selbstbeteiligung benötigt, sollte zusätzliche nicht versicherte Kosten ausdrücklich mitbedenken.

Quellen

  1. Verbraucherzentrale, 22. Januar 2025: Krankenversicherungen für Haustiere - sinnvoll oder überflüssig?

Alle drei Varianten sind vereinfachte Modellrechnungen. Identische versicherte Kosten, ein gemeinsamer Bezugsfall und keine weiteren Leistungsgrenzen werden vorausgesetzt.

Rechenbeispiel · 23. Oktober 2026

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Christian Müller, Pressekontakt von Tier & Ich

Pressekontakt

Christian Müller
Leiter der BarmeniaGothaer-Direktionsagentur in Nürnberg
Bankgasse 3, 90402 Nürnberg
0175 964 06 07
christian.mueller@barmenia.de

Dipl.-Wirtschaftsjurist (FH) · LL.M. Versicherungsrecht · Bankkaufmann

Über Tier & Ich

Tier & Ich ist der Internetauftritt der BarmeniaGothaer-Direktionsagentur Christian Müller in Nürnberg. Petra und Christian Müller beraten zu Versicherungen für Pferde, Hunde, Katzen und ihre Halter. Christian Müller ist gebundener Exklusivvertreter der BarmeniaGothaer AG. Petra Müller ist Versicherungskauffrau und Angestellte der Barmenia Krankenversicherung AG.