← Alle Presseartikel

Presse · Hintergrund

Warum ist der Tierarztbesuch so teuer geworden?

Eine Tierarztrechnung kann das Haushaltsbudget empfindlich treffen. Seit der Gebührenreform von 2022 müssen Halter mit höheren Gebühren rechnen. Wer für einen Notfall vorsorgt, sollte deshalb prüfen, ob seine Rücklagen und sein Versicherungsschutz noch ausreichen.

Artikel als PDF herunterladen

Der Preissprung lässt sich beziffern: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren tierärztliche Dienstleistungen im August 2023 um 27,2 Prozent teurer als im August 2022. Die Verbraucherpreise insgesamt stiegen im selben Zeitraum um 6,1 Prozent. Diese Zahlen beschreiben den damaligen Jahresvergleich; sie sind keine neue Steigerungsrate für 2026. [1]

Warum derselbe Besuch heute mehr kosten kann

Seit dem 22. November 2022 gilt die neue Gebührenordnung für Tierärzte, kurz GOT. Sie legt Gebühren für einzelne Leistungen fest. Wie viel die Behandlung am Ende kostet, hängt aber auch davon ab, welche Untersuchungen und Eingriffe erforderlich sind. [2]

Zur Gebühr können etwa Arzneimittel, verbrauchtes Material und Umsatzsteuer hinzukommen. Außerdem sieht die GOT unterschiedliche Gebührensätze vor. Wer zwei Rechnungen vergleichen will, muss deshalb den Leistungsumfang und den jeweiligen Satz vergleichen. Eine höhere Gesamtsumme beweist für sich genommen keine fehlerhafte Abrechnung. [2]

Eine alte Rücklage ist kein verlässlicher Kostenplan

Wer seine Notfallreserve vor Jahren festgelegt hat, sollte sie neu durchrechnen. Die hilfreiche Frage lautet: Welchen Betrag könnte ich kurzfristig bezahlen, ohne Miete und andere notwendige Ausgaben zu gefährden? Ein Sparbetrag, der irgendwann einmal ausreichend erschien, beantwortet das heute nicht.

Bei einem geplanten Eingriff hilft eine schriftliche Kostenschätzung. Sie sollte erkennen lassen, welche Untersuchungen, welcher Aufenthalt und welche Nachbehandlung enthalten sind. Auch der Umgang mit möglichen Mehrkosten gehört ins Gespräch mit der Praxis.

Wie Versicherung finanziell entlasten kann

Eine OP-Versicherung kann das Risiko einer hohen Operationsrechnung übernehmen. Eine Tierkrankenversicherung kann darüber hinaus versicherte Behandlungen ohne Operation bezahlen. Die Verbraucherzentrale verweist auf die Unterschiede bei Leistungen, Selbstbeteiligung und Erstattungsgrenzen. [3]

Für Tier & Ich gehört deshalb die Prüfung der möglichen Eigenkosten an den Anfang der Beratung. Ein niedriger Beitrag hilft wenig, wenn bei einer hohen Rechnung eine für den Halter untragbare Lücke bleibt. Rücklagen bleiben auch mit Versicherung sinnvoll, etwa für Selbstbeteiligungen und ausgeschlossene Leistungen.

Quellen

  1. Statistisches Bundesamt, 4. Oktober 2023: Preise tierärztlicher Dienstleistungen im August 2023 gegenüber August 2022
  2. Gebührenordnung für Tierärztinnen und Tierärzte, insbesondere §§ 1, 2, 4 und 7
  3. Verbraucherzentrale, 22. Januar 2025: Krankenversicherungen für Haustiere - sinnvoll oder überflüssig?

Hintergrund · 23. Oktober 2026

Dieser Presseartikel als PDF

Vollständiger Beitrag mit Quellen, Absender und Pressekontakt.

Pressedokument herunterladen
Christian Müller, Pressekontakt von Tier & Ich

Pressekontakt

Christian Müller
Leiter der BarmeniaGothaer-Direktionsagentur in Nürnberg
Bankgasse 3, 90402 Nürnberg
0175 964 06 07
christian.mueller@barmenia.de

Dipl.-Wirtschaftsjurist (FH) · LL.M. Versicherungsrecht · Bankkaufmann

Über Tier & Ich

Tier & Ich ist der Internetauftritt der BarmeniaGothaer-Direktionsagentur Christian Müller in Nürnberg. Petra und Christian Müller beraten zu Versicherungen für Pferde, Hunde, Katzen und ihre Halter. Christian Müller ist gebundener Exklusivvertreter der BarmeniaGothaer AG. Petra Müller ist Versicherungskauffrau und Angestellte der Barmenia Krankenversicherung AG.