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Presse · Aktuelle Tiergesundheit

West-Nil-Virus: Die Saison ist für Pferde noch nicht vorbei

Das Friedrich-Loeffler-Institut meldet eine deutliche Zunahme der West-Nil-Nachweise im Herbst. Für Pferdehalter ist das ein Anlass, Warnzeichen ernst zu nehmen und den Impfschutz mit der Tierarztpraxis zu besprechen.

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Nürnberg. Bis zum 26. Oktober 2026 bestätigte das Nationale Referenzlabor 17 West-Nil-Fälle bei Pferden sowie 25 bei Wild- und Zoovögeln. Das geht aus einer Mitteilung des Friedrich-Loeffler-Instituts vom 27. Oktober hervor. Die Behörde betont, dass die diesjährige Saison noch nicht beendet ist. [1]

Neue Häufung im Südwesten

Neben Nachweisen in bereits bekannten Gebieten hebt das Institut eine Häufung im Oberrheingraben hervor. Es hält eine dauerhafte Etablierung des Virus in diesen neuen Gebieten für sehr wahrscheinlich. Die genannten Fallzahlen sind eine Momentaufnahme bestätigter Nachweise, keine vollständige Zählung aller infizierten Pferde und keine Prognose für den einzelnen Stall. [1]

Das Virus wird durch Stechmücken übertragen und zirkuliert zwischen Mücken und Vögeln. Pferde können sich über infizierte Mücken anstecken. Nach Angaben des Veterinärdienstes Osnabrück vermehren sie das Virus jedoch nicht in einer Menge, die eine Weiterübertragung über Stechmücken ermöglicht. Die Erkrankung ist deshalb nicht wie eine unmittelbar von Pferd zu Pferd übertragene Stallinfektion zu verstehen. [2]

Stolpern und Muskelzittern brauchen schnelle Abklärung

Viele Infektionen verlaufen ohne erkennbare Erkrankung. Bei auffälligen Tieren können unter anderem Stolpern, Schwäche, Muskelzittern oder Lähmungen auftreten. Solche Beschwerden sind nicht eindeutig für West-Nil: Auch andere Erkrankungen kommen als Ursache infrage. Der Veterinärdienst rät bei entsprechenden Anzeichen zum unverzüglichen Kontakt mit der Tierarztpraxis. [2]

Für Halter bedeutet das, die Diagnose nicht anhand einer Nachrichtenmeldung selbst zu stellen. Die behandelnde Praxis veranlasst die nötigen Untersuchungen. Die aktuelle FLI-Meldung erinnert ausdrücklich daran, West-Nil bei neurologischen Beschwerden weiterhin als mögliche Ursache abzuklären. Eine Versicherungsanfrage darf diesen ersten medizinischen Schritt nicht verzögern. [1]

Den Impfplan mit der Praxis durchgehen

Das sächsische Sozialministerium verweist in seiner Mitteilung vom 9. März 2026 auf die Empfehlung der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin, Pferde in betroffenen Gebieten gegen West-Nil zu impfen. Grundimmunisierung oder Auffrischung sollen so geplant werden, dass der Schutz zu Beginn der Mückensaison besteht. Welcher nächste Schritt für ein bestimmtes Pferd sinnvoll ist, gehört ins Gespräch mit der betreuenden Praxis. [3]

Zusätzlich nennt das Ministerium Maßnahmen gegen Mücken, darunter das Beseitigen von Brutstätten in offenen Behältern und Dachrinnen mit stehendem Wasser. Halter können die aktuelle Nachricht zum Anlass nehmen, gemeinsam mit dem Stallbetreiber solche Stellen zu kontrollieren und den vorhandenen Impfpass bereitzulegen. [3]

Behandlungskosten auch ohne Operation einplanen

Zur finanziellen Vorsorge gehört die Frage, welche nicht operativen Behandlungen der vorhandene Vertrag umfasst. Eine reine OP-Versicherung sichert nicht automatisch jede Erkrankungsbehandlung ab. Die Verbraucherzentrale weist auf deutliche Unterschiede beim Leistungsumfang sowie auf Ausschlüsse und Eigenanteile hin. Für Pferdehalter lohnt deshalb die konkrete Prüfung von Diagnostik, Medikamenten und Klinikaufenthalt. [4]

Petra und Christian Müller von der BarmeniaGothaer-Direktionsagentur in Nürnberg besprechen mit Kunden anhand der Vertragsunterlagen, welche Kosten abgesichert sind und wofür eigene Rücklagen benötigt werden. Bei einem bestehenden Behandlungsfall helfen sie, Befunde und Rechnungen für die Leistungsprüfung zusammenzustellen. Medizinische Vorbeugung, Versicherungsschutz und verfügbare Rücklagen erfüllen dabei unterschiedliche Aufgaben.

Quellen

  1. Friedrich-Loeffler-Institut, 27. Oktober 2026: Seit Mitte September ist das West-Nil-Virus deutlich aktiver
  2. Veterinärdienst für Stadt und Landkreis Osnabrück: West-Nil-Virus – Informationen für Pferdehalter
  3. Sächsisches Sozialministerium, 9. März 2026: West-Nil-Virus – Impfempfehlung für Pferde
  4. Verbraucherzentrale, 22. Januar 2025: Krankenversicherungen für Haustiere – sinnvoll oder überflüssig?

Aktuelle Tiergesundheit · 28. Oktober 2026

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Christian Müller, Pressekontakt von Tier & Ich

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Christian Müller
Leiter der BarmeniaGothaer-Direktionsagentur in Nürnberg
Bankgasse 3, 90402 Nürnberg
0175 964 06 07
christian.mueller@barmenia.de

Dipl.-Wirtschaftsjurist (FH) · LL.M. Versicherungsrecht · Bankkaufmann

Über Tier & Ich

Tier & Ich ist der Internetauftritt der BarmeniaGothaer-Direktionsagentur Christian Müller in Nürnberg. Petra und Christian Müller beraten zu Versicherungen für Pferde, Hunde, Katzen und ihre Halter. Christian Müller ist gebundener Exklusivvertreter der BarmeniaGothaer AG. Petra Müller ist Versicherungskauffrau und Angestellte der Barmenia Krankenversicherung AG.