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Erbrechen beim Hund: Ursachen und Warnzeichen

Erbrechen kann bei Ihrem Hund durch eine Magenreizung, einen Fremdkörper oder eine andere Erkrankung entstehen.

Tiergesundheit · Hund

Kurz gesagt

Erbrechen kann nach einer Magenreizung auftreten, aber auch auf einen Fremdkörper oder eine andere Erkrankung hinweisen. Häufigkeit, Begleitsymptome und das Verhalten Ihres Hundes sind wichtiger als die Farbe des Erbrochenen allein.

  • Erbrechen und passives Hochkommen von Futter sind unterschiedliche Vorgänge. [1]
  • Erfolgloses Würgen kann ein akuter Notfall sein. [2]
  • Durch wiederholtes Erbrechen verliert Ihr Hund Flüssigkeit und wichtige Salze. [1]

Erbricht Ihr Hund oder kommt Futter ohne Würgen hoch?

Beim Erbrechen arbeitet die Bauchmuskulatur sichtbar; oft gehen Übelkeitszeichen und Speicheln voraus. Beim Regurgitieren kommt Futter oder Flüssigkeit eher passiv hoch. Diese Unterscheidung hilft, Magen-Darm-Probleme von Erkrankungen der Speiseröhre abzugrenzen. Ein kurzes Video kann die Beschreibung erleichtern, sofern dadurch keine Hilfe verzögert wird. [1]

Wiederholtes Regurgitieren gehört ebenfalls untersucht. Dabei kann Material in die Atemwege gelangen und eine Lungenentzündung auslösen. Husten oder erschwerte Atmung nach dem Hochkommen von Futter sind deshalb Warnzeichen. Die Untersuchung richtet sich dann auch auf Speiseröhre und Brustraum. [3]

Welche Begleitsymptome machen es dringend?

Würgt Ihr Hund wiederholt, ohne Mageninhalt hervorzubringen, wirkt unruhig oder hat einen aufgetriebenen Bauch, muss eine Magendrehung ausgeschlossen werden. Diese lebensbedrohliche Erkrankung lässt sich zu Hause nicht sicher erkennen oder behandeln. Rufen Sie sofort eine aufnahmebereite Tierklinik an und machen Sie sich nach deren Anweisung auf den Weg. [4]

Wenn Ihr Hund weder Wasser noch Futter bei sich behalten kann, ist rasche tierärztliche Hilfe nötig. Auch deutlich reduzierter Allgemeinzustand oder ein möglicher verschluckter Gegenstand gehören früh abgeklärt. Teilen Sie beim Anruf Alter, Vorerkrankungen und den bisherigen Verlauf mit. [2]

Was kann hinter Erbrechen stecken?

Mögliche Auslöser reichen von einer Magenentzündung und ungeeigneter Futteraufnahme bis zu einem Fremdkörper. Auch Stoffwechselerkrankungen können beteiligt sein. Die Bezeichnung Gastritis beschreibt eine Entzündung des Magens; sie ist keine sichere Diagnose allein anhand von Erbrechen. Bei wiederkehrenden Beschwerden wird deshalb auch über den Magen hinaus untersucht. [5]

Welche Informationen und Tests helfen?

Die Praxis erfragt Fütterung, Medikamentengaben und möglichen Zugang zu Abfall oder Giftstoffen. Je nach Befund folgen Blut-, Urin- oder Kotuntersuchungen und Bildgebung. Röntgen kann beispielsweise bei der Suche nach einem Fremdkörper helfen. Auch nach einem unauffälligen Befund können weitere Untersuchungen zur Ursache nötig sein. [1]

Bringen Sie vorhandene Befunde, Medikamentenpackungen und bei einem Vergiftungsverdacht die betreffende Verpackung mit, soweit sicher möglich. Notieren Sie, wann das Erbrechen begann und ob Ihr Hund zwischen den Episoden normal wirkt. Fragen Sie, welche Veränderungen einen sofortigen erneuten Anruf erfordern.

Wie begleiten Sie Behandlung und Verlauf?

Behandlung und Fütterung richten sich nach der Ursache und dem Flüssigkeitshaushalt. Vereinbaren Sie mit der Praxis, was Ihr Hund trinken oder fressen darf und wann die Kontrolle erfolgt. Ein Mittel gegen Übelkeit kann Beschwerden lindern; es ersetzt bei weiterbestehenden Warnzeichen nicht die erneute Untersuchung. [5]

Bei Problemen der Speiseröhre sind mitunter besondere Fütterungsmaßnahmen erforderlich. Lassen Sie diese nach gesicherter Diagnose zeigen. Übernehmen Sie erhöhte Fütterungspositionen oder andere Internetprotokolle nicht als allgemeine Behandlung jedes erbrechenden Hundes. [3]

Häufige Fragen

Ist passives Hochwürgen von Futter harmlos?

Nein. Kommt Futter wiederholt ohne Würgen hoch, sollte Ihr Hund untersucht werden. Dahinter kann eine Erkrankung der Speiseröhre stecken. Gelangt Futter oder Flüssigkeit in die Atemwege, kann das zusätzliche Probleme verursachen. [3]

Was bedeutet Würgen, ohne dass etwas kommt?

Wiederholtes erfolgloses Würgen kann unter anderem bei einer Magendrehung vorkommen. Besonders bei Unruhe oder aufgeblähtem Bauch ist sofortige tierärztliche Hilfe nötig. [4]

Kann eine Magenentzündung allein am Erbrechen erkannt werden?

Nein. Erbrechen hat viele mögliche Ursachen. Die Vorgeschichte, die Untersuchung und bei Bedarf weitere Tests helfen der Praxis, die Ursache zu klären. [5]

Diese Inhalte bieten allgemeine Informationen. Sie ersetzen weder tierärztlichen Rat noch eine Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Wir sind eine Versicherungsagentur, keine Tierarztpraxis. Bei Beschwerden fragen Sie bitte Ihre Tierarztpraxis, bei Warnzeichen sofort den Notdienst.

Quellen

  1. Vomiting in Dogs
    Merck Veterinary Manual
  2. GI Upset in Cats and Dogs
    University of Illinois College of Veterinary Medicine
  3. Disorders of the Esophagus in Dogs
    MSD Veterinary Manual
  4. Gastric Dilatation-Volvulus
    American College of Veterinary Surgeons
  5. Gastritis in Small Animals
    MSD Veterinary Manual

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