Kurz gesagt
Gingivitis ist eine Entzündung des Zahnfleischs; bei Parodontitis sind auch die Gewebe betroffen, die die Zähne halten. Beides kann schmerzen. Auch eine Katze, die noch frisst, kann kranke Zähne haben.
- Eine Katze kann trotz Zahnschmerzen weiter fressen. Lassen Sie Mundgeruch, Zahnfleischbluten oder verändertes Kauen untersuchen. [1]
Was unterscheidet Gingivitis, Parodontitis und FORL?
Bei einer Gingivitis ist das Zahnfleisch entzündet. Bei Parodontitis sind zusätzlich die Gewebe geschädigt, die den Zahn halten. Bei FORL wird dagegen die feste Zahnsubstanz abgebaut; eine Zahnfleischentzündung kann gleichzeitig bestehen. Mundgeruch, gerötetes oder blutendes Zahnfleisch und verändertes Kauen sind mögliche Hinweise auf Zahnprobleme. Auch eine Katze, die weiter frisst, kann Zahnschmerzen haben. [1]
Wann ist eine Untersuchung sinnvoll?
Vereinbaren Sie bei Zahnschmerzen, Schwellungen oder deutlichen Fressproblemen zeitnah einen Untersuchungstermin. [1]
Wie stellt die Tierarztpraxis die Diagnose?
Ein Blick ins Maul zeigt nur einen Teil der Veränderungen. Für eine gründliche Untersuchung prüft die Praxis unter Narkose auch die Zahnfleischtaschen und fertigt Röntgenbilder der Zähne an. So lassen sich Schäden unter dem Zahnfleisch erkennen. [1]
Welche Behandlung kommt infrage?
Die erkrankten Bereiche werden gereinigt und behandelt. Stark geschädigte Zähne müssen gegebenenfalls entfernt werden. Bereits verlorenes Gewebe, das die Zähne hält, wächst durch eine oberflächliche Zahnreinigung nicht einfach wieder nach. [1]
Was können Sie im Alltag beachten?
- Lassen Sie sich geeignete Zahnpflege zeigen und vereinbaren Sie Kontrollen. Beginnen Sie bei schmerzhaftem Zahnfleisch nicht ohne Rücksprache mit dem Putzen. Kauprodukte ersetzen eine Untersuchung nicht. [1]
Wovon hängen die Kosten ab?
Narkose, Röntgenaufnahmen, Reinigung und das Entfernen erkrankter Zähne können Teil der Rechnung sein. Fragen Sie auch nach Nachkontrollen.
Was sollten Sie beim Termin fragen?
Das sollten Sie zum Termin mitnehmen: Ihre Beobachtungen seit Beginn der Beschwerden, vorhandene Befunde und eine Liste der Medikamente.
- Welche Ursache haben die Beschwerden meiner Katze?
- Woran erkenne ich, ob die Behandlung hilft?
- Wann ist die nächste Kontrolle nötig? Bei welchen Veränderungen muss ich die Praxis oder den Notdienst anrufen?
Häufige Fragen
Sind Zahnfleischentzündung und Parodontitis bei meiner Katze dasselbe?
Nein. Gingivitis betrifft zunächst das Zahnfleisch und kann bei früher Behandlung wieder abheilen. Bei Parodontitis sind auch die Gewebe geschädigt, die die Zähne halten. Bereits verlorenes Gewebe lässt sich nicht einfach wiederherstellen. [1]
Diese Inhalte bieten allgemeine Informationen. Sie ersetzen weder tierärztlichen Rat noch eine Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Wir sind eine Versicherungsagentur, keine Tierarztpraxis. Bei Beschwerden fragen Sie bitte Ihre Tierarztpraxis, bei Warnzeichen sofort den Notdienst.
Quellen
- Gingivitis und parodontale Erkrankungen – medizinische Fachinformation
Cornell University College of Veterinary Medicine - Tierärztegebührenordnung (GOT), insbesondere §§ 1, 2, 4 und 7
Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz - Umsatzsteuergesetz, § 12 Absatz 1
Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz
Stand: Oktober 2026. Mit diesen Stellen arbeiten wir nicht zusammen, wir nutzen nur ihre veröffentlichten Informationen.
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Versicherung und Behandlung
Zahlt die Versicherung bei Parodontitis?
Bei Parodontitis zählen die eingeschlossenen Zahnleistungen und ihre Höchstbeträge. Ob Ihre Versicherung diese Kosten zahlt, hängt von den Leistungen und Ausschlüssen Ihres Vertrags ab. Bekannte Beschwerden müssen vor einem neuen Abschluss geklärt werden. Schicken Sie uns Befund und Behandlungsplan, damit wir Ihren Vertrag mit Ihnen prüfen können.
Ihre Ansprechpartner: Petra und Christian Müller
Petra und Christian Müller beraten Sie persönlich aus Nürnberg.
