Kurz gesagt
Bei Hufrehe wird das Gewebe geschädigt, das das Hufbein mit der Hufwand verbindet. Die Erkrankung ist schmerzhaft und braucht schnelle tierärztliche Hilfe. Die Praxis untersucht sowohl die Hufe als auch mögliche Auslöser, etwa eine Störung des Zuckerstoffwechsels.
Welche Veränderungen können auffallen?
Hinweise sind vorsichtige, kurze Schritte, häufiges Entlasten, vermehrtes Liegen oder die Weigerung aufzustehen. Die Vorderbeine können nach vorn gestellt sein; erhöhte Hufwärme und stärkere Pulsation können hinzukommen. [2]
Für die Beurteilung zählt das gesamte klinische Bild. Eine einzelne Temperaturmessung am Huf oder das Fehlen der bekannten Rehestellung ersetzt die Untersuchung nicht. Lassen Sie die Ursache der Schmerzen abklären, statt durch Vortraben oder enge Wendungen zusätzliche Belastung auszulösen. [1] [2]
Warum braucht die Ursache ebenso Aufmerksamkeit wie der Huf?
Hufrehe schädigt das tragende Gewebe zwischen Hornkapsel und Hufbein. In schweren Fällen verändert sich die Lage des Hufbeins. Die weitere Belastung muss tierärztlich beurteilt werden. [2]
Hufrehe kann verschiedene Auslöser haben. Dazu gehören Störungen des Stoffwechsels und des Hormonhaushalts, schwere andere Erkrankungen oder die Überlastung eines Beins. Deshalb untersucht die Praxis nicht nur den Huf, sondern sucht auch nach der Ursache. [4]
Was bedeuten EMS, Insulin und PPID?
EMS steht für equines metabolisches Syndrom. Dabei ist vor allem die Wirkung oder Ausschüttung von Insulin gestört. Dieses Hormon hilft, den Blutzucker zu regulieren. Zu hohe Insulinwerte erhöhen das Hufreherisiko. Fettpolster können ein Hinweis sein, doch auch schlanke Pferde können betroffen sein. [3]
Bei älteren Pferden prüft die Praxis außerdem, ob PPID vorliegt. Diese Erkrankung wird häufig noch Cushing genannt und betrifft die Hormonsteuerung. Welche Bluttests sinnvoll sind, hängt von den Beschwerden und dem Zustand Ihres Pferdes ab. [4]
Was untersucht die Praxis?
Die klinische Untersuchung erfasst Schmerzen, Hufbefunde und Allgemeinzustand. Röntgenaufnahmen zeigen, ob bereits eine Rotation oder Absenkung des Hufbeins vorliegt. Verlaufskontrollen und die Abstimmung mit der Hufbearbeitung können für die weitere Entlastung wichtig sein. [1]
Bereiten Sie für das Gespräch einen Überblick über Fütterung, Weidegang, Gewichtsverlauf, frühere Reheschübe und bekannte Hormonerkrankungen vor. Fragen Sie nach der vermuteten Ursache, den geplanten Tests und dem Zeitpunkt der nächsten Kontrolle. Diese Fragen helfen, den Behandlungsplan im Alltag zuverlässig umzusetzen. [3]
Wie wird die Behandlung geplant?
Die akute Versorgung kombiniert je nach Befund Schmerzbehandlung, geeignete Unterstützung des Hufs, Bewegungsbeschränkung und gegebenenfalls Kühlung. Die konkrete Durchführung gehört in tierärztliche Hände. Ebenso wichtig ist die Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankung. [1]
Für den Alltag brauchen Sie einen abgestimmten Fütterungs- und Kontrollplan. Die Praxis bespricht mit Ihnen das passende Gewicht und den Weidegang. Bewegung ist erst nach tierärztlicher Freigabe sinnvoll. Stimmen Sie die Versorgung auch mit der Person ab, die die Hufe bearbeitet. [3]
Häufige Fragen
Kann auch ein schlankes Pferd eine hormonell bedingte Hufrehe entwickeln?
Ja. Auch ein schlankes Pferd kann EMS haben. Blutuntersuchungen geben zusätzlich zum Gewicht Hinweise darauf, wie der Stoffwechsel arbeitet. [3]
Soll ich ein Pferd mit Hufrehe bewegen, damit die Durchblutung steigt?
Nein. Erzwingen Sie bei akutem Verdacht keine Bewegung. Die tierärztliche Versorgung legt Entlastung und spätere Belastung fest. [1]
Ist Hufrehe immer an einer typischen Stellung zu erkennen?
Nein. Die Beschwerden können unterschiedlich stark sein. Gerade mildere Fälle benötigen eine sorgfältige Untersuchung. [2]
Kann mein Pferd nach Hufrehe wieder gesund laufen?
Die Aussichten hängen vom Verlauf und der Schädigung ab. Eine Heilung oder ein fester Zeitplan lässt sich deshalb nicht versprechen. [2]
Diese Inhalte bieten allgemeine Informationen. Sie ersetzen weder tierärztlichen Rat noch eine Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Wir sind eine Versicherungsagentur, keine Tierarztpraxis. Bei Beschwerden fragen Sie bitte Ihre Tierarztpraxis, bei Warnzeichen sofort den Notdienst.
Quellen
- Hufrehe
Universitäres Tierspital Zürich - Laminitis
UC Davis, Center for Equine Health - ECEIM consensus statement on equine metabolic syndrome
European College of Equine Internal Medicine; Journal of Veterinary Internal Medicine - Separate But Connected: EMS, PPID, and Laminitis
UC Davis, School of Veterinary Medicine
Stand: Oktober 2026. Mit diesen Stellen arbeiten wir nicht zusammen, wir nutzen nur ihre veröffentlichten Informationen.
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Versicherung und Behandlung
Zahlt die Versicherung bei Hufrehe?
Bei Hufrehe zählt, ob Ihr Vertrag die konkret vorgeschlagene Behandlung umfasst. Ob Ihre Versicherung diese Kosten zahlt, hängt von den Leistungen und Ausschlüssen Ihres Vertrags ab. Bekannte Beschwerden müssen vor einem neuen Abschluss geklärt werden. Schicken Sie uns Befund und Behandlungsplan, damit wir Ihren Vertrag mit Ihnen prüfen können.
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