Kurz gesagt
Bei einer Sinusitis sind die Nasennebenhöhlen entzündet. Häufig fällt einseitiger Nasenausfluss auf. Dahinter können unter anderem eine Erkrankung der Schleimhaut, ein erkrankter Backenzahn oder eine Veränderung in der Nasennebenhöhle stehen.
Warum auch die Zähne untersucht werden
Die Nasennebenhöhlen sind luftgefüllte Räume im Kopf, die mit der Nasenhöhle in Verbindung stehen. In der Nähe der Kieferhöhle liegen die Wurzeln oberer Backenzähne. Eine dortige Infektion kann eine sogenannte dentogene, also vom Zahn ausgehende Sinusitis auslösen. Dann reicht eine Behandlung des Nasenausflusses allein nicht aus. [1]
Auch Zysten können die Nebenhöhlen verändern. Das sind flüssigkeitsgefüllte Hohlräume, deren Entstehung nicht vollständig geklärt ist. Sie können sich ausdehnen und den Abfluss von Sekret behindern. Eine sichtbare Auftreibung am Gesicht ist deshalb ein weiterer Anlass für eine Untersuchung. [3]
Welche Beobachtungen für die Praxis hilfreich sind
Notieren Sie, aus welcher Nüster Sekret kommt, seit wann es auffällt und ob es unangenehm riecht. Ausfluss kann dünnflüssig, schleimig oder eitrig wirken. Solche Angaben helfen bei der Untersuchung, ersetzen sie aber nicht. Einseitiger Nasenausfluss kann verschiedene Ursachen haben. [2]
Wie die Ursache eingegrenzt wird
Zur Abklärung gehören die Untersuchung des Kopfes und der Maulhöhle sowie je nach Befund eine Nasenspiegelung. Dabei wird mit einer kleinen Kamera geprüft, woher das Sekret stammt. Röntgenaufnahmen oder eine Computertomographie können betroffene Räume, Zähne und weitere Veränderungen genauer darstellen. [2]
Besteht der Verdacht auf eine Zyste, zeigt die Bildgebung deren Lage und Ausdehnung. Besonders vor einem Eingriff muss geklärt sein, welche Bereiche erreicht werden müssen. Ein auffälliger Nasenausfluss beweist für sich noch keine Zyste. [3]
Wie Medikamente und Spülungen eingesetzt werden
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Bei bestimmten Entzündungen kommen Medikamente infrage; angesammeltes Sekret kann zusätzliche Spülungen notwendig machen. Dafür kann die Klinik einen kleinen Zugang zur Nebenhöhle anlegen. Bei einem verursachenden Zahnproblem muss auch der betroffene Zahn gezielt versorgt werden. [1]
Was bei einer Zyste oder hartnäckigen Erkrankung folgt
Eine Zyste kann eine operative Entfernung erfordern. Dafür wird je nach Größe und Lage ein Zugang über den Knochen gewählt. Das ist ein anderer Eingriff als eine reine Spülung. Die Klinik bespricht mit Ihnen, welche Versorgung und Überwachung anschließend nötig sind. [3]
Nach der Behandlung können weitere Spülungen und Kontrollen nötig bleiben. Fragen Sie, ob ein Zugang gepflegt werden muss und wann Sie sich wieder melden sollen. Weder Medikamente noch Spülungen beheben verlässlich eine fortbestehende Ursache wie einen infizierten Zahn. [1]
Wovon der Behandlungsaufwand abhängt
Zahnuntersuchung, Endoskopie und Bildgebung können in unterschiedlicher Kombination nötig sein. Fragen Sie, welche Untersuchungen geplant sind und ob weitere Kliniktermine folgen. Eine Spülung und eine Operation wegen einer Zyste unterscheiden sich im Umfang. [2] [3]
Häufige Fragen
Bedeutet übler Geruch immer einen erkrankten Zahn?
Nein. Ein erkrankter Zahn ist eine wichtige mögliche Ursache. Geruch allein reicht jedoch nicht aus, um ihn als Auslöser festzustellen. Dafür müssen Zähne und Nebenhöhlen untersucht werden. [2]
Muss jeder Nasenausfluss mit Antibiotika behandelt werden?
Nein. Zunächst muss die Ursache geklärt werden. Bei einer Zyste oder einem Zahnproblem können weitere Maßnahmen nötig sein; ein Antibiotikum allein beseitigt diese Veränderungen nicht. [2]
Kann eine Zyste auch ohne ausgeprägten Eiterausfluss bestehen?
Ja. Eine Nasennebenhöhlenzyste muss nicht gleichzeitig mit einer eitrigen Infektion auftreten. Auch eine Veränderung der Gesichtsform kann deshalb Anlass zur Abklärung sein. [3]
Diese Inhalte bieten allgemeine Informationen. Sie ersetzen weder tierärztlichen Rat noch eine Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Wir sind eine Versicherungsagentur, keine Tierarztpraxis. Bei Beschwerden fragen Sie bitte Ihre Tierarztpraxis, bei Warnzeichen sofort den Notdienst.
Quellen
- Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)
Universitäres Tierspital Zürich - Sinusitis – einseitiger Nasenausfluss
Tierklinik Gessertshausen - Nasennebenhöhlenzysten
Universitäres Tierspital Zürich
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