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Presse · Tiergesundheit und Vorsorge

Ahornsamen auf der Pferdeweide: Warum Mähen die Gefahr nicht beseitigt

Giftige Ahornbestandteile können bei Pferden eine lebensbedrohliche Muskelerkrankung auslösen. Eine aktuelle Herbstwarnung rückt die Weidekontrolle in den Mittelpunkt. Forschung zeigt außerdem: Auch gemähte Keimlinge und belastetes Heu können gefährlich bleiben.

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Nürnberg. Das französische Überwachungsnetz RESPE hat am 23. Oktober 2026 zur erhöhten Vorsicht aufgerufen. Die Universität Lüttich meldete einen besonders starken Besatz mit Bergahorn-Flügelfrüchten. Wind kann sie auf benachbarte Pferdeweiden tragen. Die Warnung begründet Aufmerksamkeit für die örtlichen Flächen; steigende Erkrankungszahlen in Deutschland lassen sich daraus nicht ableiten. [1]

Giftige Stoffwechselprodukte treffen die Muskeln

Die atypische Weidemyopathie entsteht durch die Aufnahme bestimmter Ahornbestandteile. Im Körper werden unter anderem Hypoglycin A und ein verwandter Stoff in giftige Stoffwechselprodukte umgewandelt. Diese behindern die Energiegewinnung aus Fettsäuren. Schwere Muskelschäden können folgen, auch an Atem- und Herzmuskulatur. [2]

Mähen ist keine Entgiftung

Eine experimentelle Untersuchung aus dem Jahr 2019 prüfte, was nach Mähen, Herbizidbehandlung und Lagerung mit dem Giftstoff geschieht. In den untersuchten Keimlingen nahm der Hypoglycin-A-Gehalt nach dem Mähen nicht zuverlässig ab. Auch nach sechs bis acht Monaten Lagerung war der Stoff noch in Ahornmaterial in Heu beziehungsweise Silage nachweisbar. [3]

Für die Praxis folgt daraus: Giftige Pflanzenteile müssen entfernt werden. Zerkleinern oder Trocknen macht sie nicht zuverlässig unschädlich. Belastete Flächen sollten auch nicht zur Gewinnung von Heu oder Silage genutzt werden. [3]

Die übrigen Pferde können ebenfalls betroffen sein

Die Erkrankung wird nicht von Pferd zu Pferd übertragen. Mehrere Tiere können jedoch dieselbe Giftquelle genutzt haben. Nach einem Verdachtsfall empfiehlt RESPE, die anderen Pferde von der Fläche zu nehmen und in den folgenden Tagen genau zu beobachten. [6]

Eine 2024 veröffentlichte Studie untersuchte 263 Pferde, darunter 73 Weidegenossen erkrankter Tiere. Auch äußerlich unauffällige Tiere zeigten teilweise Veränderungen ihres Stoffwechsels. Der sichtbare Zustand der Gruppe reicht deshalb nicht für eine Entwarnung. Welche Blutuntersuchungen nötig sind, entscheidet die behandelnde Praxis. [4]

Schwäche und dunkler Urin sind Warnzeichen

Muskelzittern, ein steifer Gang, ausgeprägte Schwäche, dunkler Urin oder Atemprobleme verlangen sofortige tierärztliche Hilfe. Der Verlauf kann rasch fortschreiten. Bei Verdacht soll das Pferd möglichst wenig bewegt werden. Ob ein Transport möglich ist, muss der Tierarzt beurteilen. Ein spezifisches Gegenmittel steht bislang nicht zur Verfügung. [1]

Ein Tier & Ich vorliegender Klinikbericht beschreibt einen schweren Verdachtsfall bei einem jungen Pferd. Nach anfänglich kolikähnlichen Beschwerden entwickelten sich massive Muskelschäden und Atemprobleme. Trotz Intensivtherapie verschlechterte sich der Zustand; das Pferd wurde eingeschläfert. Die Klinik vermutete eine atypische Weidemyopathie. Da keine Toxinuntersuchung erfolgte, ist die Ursache nicht bestätigt.

Weidekontrolle und finanzielle Vorsorge gehören zusammen

Für Pferdehalter empfiehlt sich eine Kontrolle der Weide und angrenzender Bäume, besonders nach Wind. Belastete Bereiche müssen gesperrt und giftige Pflanzenteile entfernt werden. Bei großflächigem Eintrag brauchen die Tiere eine andere geeignete Fläche. Ausreichend unbelastetes Raufutter ergänzt diese Maßnahmen. [1]

Die Behandlung kann einen Klinikaufenthalt mit intensiver Betreuung erfordern. Auf ausstehende Speziallaborergebnisse darf der Behandlungsbeginn nicht warten. [5]

Für die Versicherungsberatung stellt sich dabei eine konkrete Frage: Welche Kosten einer Behandlung ohne Operation erfasst der bestehende Vertrag? Das Pferde-OP-Angebot von Tier & Ich ersetzt keine umfassende Krankenversicherung. Petra und Christian Müller von der BarmeniaGothaer-Direktionsagentur in Nürnberg prüfen mit Kunden den dokumentierten Behandlungsverlauf und die vereinbarten Leistungen. Medizinische Hilfe hat im Notfall Vorrang.

Quellen

  1. Herbstwarnung vom 23. Oktober 2026: Flügelfrüchte und Vergiftungsrisiken
  2. An ongoing concern: 20 years of research on equine atypical myopathy, 2024
  3. Hypoglycin A bleibt nach Mähen, Herbizidbehandlung und Lagerung erhalten, 2019
  4. Blutmarker und unauffällig wirkende Weidegenossen: Untersuchung von 263 Pferden, 2024
  5. Atypical Myopathy Fact File: Diagnostik, Behandlung und Erholung
  6. Myopathie atypique: Vorgehen bei erkrankten Pferden und Weidegenossen

Anonymisierter Klinikbericht: Verdachtsdiagnose ohne Toxinnachweis. Angaben zu Kosten und Versicherungsleistungen liegen für diesen Fall nicht vor.

Tiergesundheit und Vorsorge · 29. Oktober 2026

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Christian Müller, Pressekontakt von Tier & Ich

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Christian Müller
Leiter der BarmeniaGothaer-Direktionsagentur in Nürnberg
Bankgasse 3, 90402 Nürnberg
0175 964 06 07
christian.mueller@barmenia.de

Dipl.-Wirtschaftsjurist (FH) · LL.M. Versicherungsrecht · Bankkaufmann

Über Tier & Ich

Tier & Ich ist der Internetauftritt der BarmeniaGothaer-Direktionsagentur Christian Müller in Nürnberg. Petra und Christian Müller beraten zu Versicherungen für Pferde, Hunde, Katzen und ihre Halter. Christian Müller ist gebundener Exklusivvertreter der BarmeniaGothaer AG. Petra Müller ist Versicherungskauffrau und Angestellte der Barmenia Krankenversicherung AG.