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Equines Asthma beim Pferd: Husten und Atemnot

Wiederkehrender Husten oder auffällige Atmung können bei Ihrem Pferd auf Asthma hinweisen.

Tiergesundheit · Pferd

Kurz gesagt

Husten, nachlassende Leistung und auffällige Atmung können auf equines Asthma hinweisen. Die Diagnose erfordert eine tierärztliche Untersuchung. Sie klärt zugleich, ob eine Infektion oder eine andere Atemwegserkrankung vorliegt.

  • Auch gelegentlicher Husten und Leistungsabfall können zu einer leichteren Asthmaform passen. [2]
  • Eine Asthmadiagnose umfasst den Ausschluss anderer Ursachen, insbesondere Infektionen. [2]
  • Staubarme Haltung und eine passende medikamentöse Behandlung werden aufeinander abgestimmt. [1]

Wann sollte Husten untersucht werden?

Wiederkehrender Husten, Nasenausfluss und Leistungsabfall sollten untersucht werden. Vermehrte Atemarbeit, geblähte Nüstern und Atemnot können bei schwerem Asthma hinzukommen. Bereits geringe Beschwerden gehören tierärztlich abgeklärt. [1]

Mildes bis mittelgradiges Asthma kann mit unauffälliger Atmung in Ruhe einhergehen. Deshalb lässt sich aus einem entspannten Eindruck zwischen den Trainingseinheiten keine sichere Entwarnung ableiten. Umgekehrt ist Husten allein kein Beweis für Asthma. [2]

Was bedeutet equines Asthma?

Pferdeasthma ist eine entzündliche Erkrankung der unteren Atemwege. Es gibt leichtere und schwere Formen. In älteren Befunden finden Sie möglicherweise noch die Bezeichnungen IAD oder RAO. [2]

Die Atemwege können durch Entzündung, zusätzliche Schleimbildung und Verengung beeinträchtigt sein. Die Bezeichnung Heustauballergie beschreibt dabei nur einen Teil des Problems. Für den konkreten Patienten sind die Haltungsbedingungen, die Krankheitsgeschichte und die Untersuchung entscheidend. [1]

Welche Untersuchungen sind sinnvoll?

Die TiHo Hannover nennt Endoskopie, Atemwegsproben, Blutgasanalysen und Bildgebung als mögliche Untersuchungsbausteine. Die Auswahl erfolgt passend zum Befund. [3]

Bei einer Endoskopie betrachtet die Praxis die Atemwege mit einer kleinen Kamera. Zusätzlich können Schleimproben untersucht werden. Eine Probe aus der Luftröhre heißt TBS. Für eine Probe aus den tieferen Atemwegen wird eine Spülung durchgeführt, die sogenannte BAL. Welche Untersuchung nötig ist, entscheidet die Praxis. [3]

Schleim ist ein Untersuchungsbefund, noch keine vollständige Diagnose. Infektiöse und andere Atemwegserkrankungen müssen abgegrenzt werden. [2]

Warum gehört die Haltung in den Behandlungsplan?

Staubreduktion und passende Medikamente werden kombiniert. Bei schweren Beschwerden kann eine Klinikbehandlung nötig sein. Langfristige Managementänderungen unterstützen die Kontrolle der Erkrankung. [1]

Besprechen Sie Raufutter, Einstreu, Belüftung und Arbeitsabläufe im Stall gemeinsam mit der Praxis. Fragen Sie konkret, welche Änderungen im eigenen Stall vorrangig sind und woran sich eine Verbesserung beurteilen lässt. Ein praktikabler Plan sollte auch festlegen, wer Maßnahmen übernimmt und wann die Umsetzung überprüft wird. [2]

So bereiten Sie das Gespräch vor

Notieren Sie Verlauf, Husten bei Fütterung oder Arbeit und bisherige Medikamente. Bringen Sie frühere Berichte mit. Die TiHo stellt dafür einen Atemwegs-Vorbericht bereit. [3]

Lassen Sie sich erklären, welcher Befund die Diagnose trägt, welche Alternativen geprüft wurden und wann eine Verlaufskontrolle vorgesehen ist. Fragen Sie außerdem, welche Belastung bis dahin erlaubt ist. Bei neuer Atemnot greifen Sie auf den vereinbarten Notfallkontakt zurück. [1] [4]

Häufige Fragen

Ist gelegentlicher Husten beim Anreiten harmlos?

Er kann zu einer milderen Atemwegserkrankung passen. Lassen Sie wiederkehrenden Husten tierärztlich untersuchen. [2]

Was ist eine BAL beim Pferd?

BAL ist die Abkürzung für bronchoalveoläre Lavage. Dabei gewinnt die Praxis durch eine Spülung eine Probe aus den tieferen Atemwegen. Die Untersuchung dieser Probe kann helfen, eine Entzündung genauer einzuordnen. [3]

Reicht eine Änderung des Heus aus?

Der passende Plan richtet sich nach Diagnose und Schweregrad. Haltungsänderungen und Medikamente können gemeinsam erforderlich sein. [1]

Kann ich Asthma am Nasenausfluss erkennen?

Nein. Nasenausfluss allein erlaubt diese Diagnose nicht. Andere Ursachen müssen durch Untersuchung abgegrenzt werden. [2]

Diese Inhalte bieten allgemeine Informationen. Sie ersetzen weder tierärztlichen Rat noch eine Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Wir sind eine Versicherungsagentur, keine Tierarztpraxis. Bei Beschwerden fragen Sie bitte Ihre Tierarztpraxis, bei Warnzeichen sofort den Notdienst.

Quellen

  1. Equines Asthma (RAO, COPD)
    Universitäres Tierspital Zürich
  2. Inflammatory Airway Disease of Horses—Revised Consensus Statement
    American College of Veterinary Internal Medicine; Journal of Veterinary Internal Medicine
  3. Innere Medizin: Atemwegserkrankungen
    Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
  4. Equine Medical Emergency, Critical Care and Neonatology Service
    UC Davis, Veterinary Medical Teaching Hospital

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